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Wie schnell alles selbstverständlich wird….

Mit erschrecken habe ich festgestellt, dass es jetzt bereits sechs Monate her ist, dass ich etwas in diesem Blog geschrieben habe. Dies liegt zum einen an meiner sehr begrenzten Zeit, zum anderen aber auch an einem anderen Phänomen: Es wird so erstaunlich schnell alles selbstverständlich – das Wunder Vater zu sein wird abgelöst vom Alltag.

Dabei gab und gibt es bei genauerer Betrachtung so einiges zu berichten. Ich könnte schreiben von den Maßnahmen gegen eine drohende Hüftdysplasie, von der ersten festen Nahrung, den Schlafgewohnheiten, den ersten Versuchen im Krabbeln, dem Zahnen oder wie es ist, mit unserer Tochter den Tag über allein zu sein…

Ich weiß nicht, ob es mir gelingt, ich werde aber auf jeden Fall versuchen, einiges nachzuholen. In diesem Sinne beginne ich mit dem Hinweis, dass auf einer Webseite des Familienministeriums NRW ein Interview mit mir zu Thema Vater – Kind Bindung erschienen ist (auch wenn der Artikel einen anderen Eindruck erweckt, handelt es sich um ein Telefoninterview.): http://www.vaeter.nrw.de/Aktiv_Vater_sein/Tipps_und_Erfahrungen/Vater-Kind-Bindung___zwei-Vaeter-erzaehlen/index.php

Die Rolle des Vaters bei der Geburt

Dieser Artikel diskutiert die Rolle des Vaters bei der Geburt. Viele Väter sind unschlüssig, ob sie bei der Geburt ihres Kindes dabei sein möchten oder sollten. Mit diesem Text möchte ich ihnen helfen, zu verstehen, was auf sie zukommt.

Für mich war es immer selbstverständlich, dass ich bei der Geburt meiner Tochter dabei sein möchte. Trotzdem hatte ich nur eine sehr grobe Vorstellung davon, was meine Rolle bei der Geburt sein würde. Im Geburtsvorbereitungskurs habe ich dann erfahren, dass viele Männer nicht wissen, ob sie an der Geburt teilnehmen sollen. (Mehr darüber könnt ihr in meinem Artikel über den Geburtsvorbereitungskurs lesen.) Ich möchte hier daher davon berichten, was meiner Erfahrung nach die Rolle des Vaters bei der Geburt ist. (Über die Geburt unserer Tochter könnt ihr in meinen Geburtsbericht lesen.) Selbstverständlich lassen sich meine Erfahrungen nicht auf alle Paare übertragen, aber ich denke, bestimmte Dinge sind in jeder Geburt ähnlich. Wenn ihr andere Erfahrungen gemacht habt, würde ich mich freuen, wenn ihr davon in den Kommentaren berichtet.

Als Vater bei der Geburt: psychische statt körperlicher Belastung

Aus der Sicht mancher Mütter haben Väter bei der Geburt eine angenehme Rolle. Sie müssen eigentlich nur dabei sein und haben nicht viel zu tun. Aber gerade dieses „nichts tun können,“ ist für mich sehr belastend gewesen. Wenn ein geliebter Mensch leidet, ist es das normalste der Welt, ihm helfen zu wollen. Während meine Freundin Schmerzen hatte und höchste körperliche Leistung liefern musste, nur danebenstehen zu können, ging für mich mit einem Gefühl der Macht- und Hilfslosigkeit einher. Dieses war extrem belastend und unangenehm.

Die Rolle des Vaters: Undankbare Aufgaben

Die praktische Unterstützung, die der Vater während der Geburt leisten kann, besteht in eher undankbaren Aufgaben. Dazu gehörten in meinem Fall:

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