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Informationsabend im Krankenhaus

Gestern haben wir einen Informationsabend im Krankenhaus zur Geburt dort besucht, von dem ich hier kurz berichten möchte.
Für uns kommen für die Geburt grundsätzlich zwei Krankenhäuser in Frage. Beide sind in der Nähe und ihr Ruf ist ganz ok. Welches also wählen? Meine Freundin hatte sich das andere Krankenhaus schon bei einem ähnlichen Informationsabend angesehen. Ich hatte da leider einen anderen Termin und konnte nicht mit.

Der Informationsabend gestern war ganz nett gemacht. Er fand in der Cafeteria des Krankenhauses statt und es gab kostenlose Getränke (Saft und Wasser). Zunächst berichtete ein Arzt von den Untersuchungen, welche das Krankenhaus vor der Geburt anbietet, davon wie die Kreissäle ausgestattet sind und welche Möglichkeiten es bei der Geburt gibt. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir, dass seit kurzem wieder Lachgas als Schmerzmittel angeboten wird. Früher war dies recht üblich: Meine Großmutter hatte meiner Freundin erzählt, dass sie es bei den Geburten teilweise genutzt hatte. Der Vorteil gegenüber einer PDA (Schmerzmittel über das Rückenmark) ist, dass Lachgas weniger Nebenwirkungen und weniger Risiken hat.
Es folgte ein Vortrag einer Hebamme, welche von der Station berichtete und den Angeboten, welche das Krankenhaus nach der Geburt bietet. Diese richteten sich nicht nur an den Zeitraum unmittelbar nach der Geburt, sondern beinhalteten auch Angebote für die ersten Monate – wie z. B. das Stillcafé. Nicht so gut fand ich dabei, dass der Vortrag auch als Werbung für kostenpflichtige Angebote genutzt wurde.
Als Letztes erzählte ein Kinderarzt dann von den Untersuchungen, welche in den ersten Lebenstagen gemacht werden. Nach jedem Vortrag gab es auch kurz die Möglichkeit Fragen zu stellen.
Normalerweise wäre im Anschluss an die Vorträge einer der Kreissäle besichtigt worden. Dies musste jedoch leider ausfallen, da sie alle belegt waren.

Unser persönliches Fazit des Abends ist, dass wir uns für dieses Krankenhaus entschieden haben. Der Grund ist, dass hier direkt von den Ärzten erwähnt wurde, dass auch eine ambulante Geburt möglich ist. (Also bereits nach einigen Stunden nach Hause zu fahren, sofern das Kind gesund ist.) Es ist uns wichtig, dies zumindest als Option zu haben, und die Mitarbeiter des anderen Krankenhauses hatten eher eine negative Einstellung zur ambulanten Geburt. (Da sie dies aber auch nicht begründet haben, ist meine Vermutung, dass es einfach darin liegt, dass ein Krankenhaus daran nicht so viel verdient.)

Mein Eindruck zu solchen Informationsabenden: Grundsätzlich scheint mir dies eine sinnvolle Sache zu sein. Hätten wir gewusst, dass die Besichtigung der Kreissäle nicht möglich ist, hätten wir uns den Informationsabend vermutlich geschenkt. Aber dies war schlicht und einfach Pech. Gerade wenn mehrere Krankenhäuser zur Auswahl stehen, kann ich den Besuch dieser Informationsabende daher durchaus empfehlen.