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Einleitung der Geburt – Gründe und Risiken

Die meisten Ärzte schlagen die künstliche Einleitung der Geburt vor, wenn der errechnete Geburtstermin mehr als eine Woche überfällig ist – auch wenn keine unmittelbare Notwendigkeit besteht. Ist dies sinnvoll? Wie lange sollte auf eine natürliche Geburt gewartet werden und ab wann kann dies gefährlich werden?

Warten, warten, warten?

Unsere Tochter ist derzeit elf Tage überfällig. Auch wenn wir beide sehr beschäftigt sind (Wir schreiben beide unsere Abschlussarbeit.), wird das Warten langsam doch merkwürdig. Nachdem der errechnete Geburtstermin einige Tage verstrichen war, haben wir uns selbstverständlich auch die Frage gestellt, kann dies zu einem Problem werden? Was machen wir, wenn die Wehen einfach nicht losgehen? Verstärkt wurden unsere Sorgen noch dadurch, dass bei den CTGs (Eine Erklärung, was das genau ist, gibt es bei Wikipedia.) meiner Freundin mal Wehen zu sehen waren mal nicht, sie jedoch nie etwas davon gespürt hat.

Gründe für die künstliche Einleitung der Geburt

Inzwischen empfehlen viele Ärzte die künstliche Einleitung der Geburt, sobald der errechnete Geburtstermin sieben Tage überschritten ist. Dies führt dazu, dass die Anzahl der Kinder, die durch eine künstliche Einleitung der Geburt zu Welt kommen, drastisch gestiegen ist. Um die Geburt künstlich einzuleiten, gibt es eine ganze Reihe von Methoden. (Eine Übersicht gibt es hier.) Aber warum wird nicht einfach gewartet, bis das Kind von alleine auf die Welt kommt? Was sind die Gründe für eine künstliche Einleitung der Geburt?

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Koffein – Gefahr in der Schwangerschaft

Koffein ist eine unterschätze Gefahr in der Schwangerschaft. Ärzte und Eltern erkennen oft nicht das Risiko für das ungeborene Kind.

Wachstumsstörung? – Ursache Koffein

In den letzten Wochen vor der Geburt hieß es immer wieder, unser Kind wäre relativ klein, aber es sei noch alles im Rahmen. Ungefähr einen Monat vor der Geburt kam dann die Horrorbotschaft: Unser Baby sei deutlich zu klein und die Größe müsste dringend genauer überprüft werden. Direkt vor weg – es war falscher Alarm. Als einige Tage später der Spezialist im Krankenhaus die Berechnung durchführte, zeigte sich, dass einfach Messung und Schätzung der Frauenärztin falsch gewesen waren.

Aber in den Tagen dazwischen haben wir uns selbstverständlich die Frage gestellt, was die Ursache der zu geringen Größe sein kann und was wir vielleicht falsch gemacht haben. Wir stießen dann auf einen Punkt den wir tatsächlich nur unzureichend beachtet hatten – Koffein.

Auch Ärzte unterschätzen die Gefahr

Es war nicht so, dass wir uns nicht schon vorher über Koffein Gedanken gemacht hätten. Aber die Frauenärztin hatte meiner Freundin gesagt, zwei Tassen Kaffee am Tag seien völlig unbedenklich. Nur mehr sollte es nicht sein. Wie viel Koffein genau in einer Tasse Kaffee ist schwankt, aber grob lässt sich sagen, dass in einer Tasse (300ml) ca. 200mg Koffein sind. Zwei Tassen Kaffee entspricht also 400mg Koffein. Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Maximalwert für Schwangere liegt jedoch bei 300mg, die USA und Norwegen setzen den Grenzwert sogar schon bei 200mg. Dies zeigt, dass die Empfehlung der Ärztin völlig falsch war! Die Gefahr, welche von Koffein ausgeht, wird also auch von Ärzten unterschätzt.

Grenzwerte für Koffein in der Schwangerschaft sogar noch zu hoch

Aktuelle Studien zeigen, dass die Grenzwerte von 300mg bzw. 200mg sogar noch zu hoch sind. Es stellte sich heraus, dass bereits ab 100mg pro Tag das Koffein eine negative Wirkung auf das Wachstum des Kindes hat. Dies wurde in Norwegen in einer großen Studie mit 60.000 Teilnehmerinnen bestätigt. (Hier ein Artikel dazu.) Ein verringertes Geburtsgewicht hat zwar keine unmittelbaren negativen Folgen, führt aber zu einer lebenslänglich schwächeren Konstitution und größerer Anfälligkeit für Gesundheitsprobleme.

Koffein ist nicht nur in Kaffee

Auch wer während der Schwangerschaft vollständig auf Kaffee verzichtet, kann die Grenze von 100mg Koffein überschreiten. Es hält sich z. B. hartnäckig das Gerücht, dass Tee kein Koffein, sondern Teein enthalte. Dies ist aber Unsinn, im Endeffekt ist das sogenannte Teein auch nichts Anderes als Koffein. Aber neben offensichtlichen Koffeinquellen wie Kaffee, Tee, Cola oder Energydrink, gibt es auch viele versteckte Koffeinquellen, so z. B. Schokolade.

Zum Schluss daher hier eine kleine Übersicht der Koffeinmenge in verschiedenen Stoffen:
(Alle Angaben sind ungefähr und ohne Gewähr. Informiert euch selbst und fragt im Zweifelsfall einen Arzt nach den genauen Werten!)
Filterkaffee: ca. 60 – 70mg pro 100ml.
Espresso: ca. 130mg pro 100ml.
Schokolade: ca. 20 – 90mg pro 100g (je mehr Kakaoanteil desto mehr Koffein).
Tee: ca. 30 – 40 mg pro 100ml.
Guarana: ca. 60 – 70mg pro 1g.
Mate-Limonaden: ca. 25mg pro 100ml.

Erfahrungsbericht Geburtsvorbereitungskurs: Teil 1

Als Eröfnungsbeitrag meiner Homepage möchte ich euch von unseren Erfahrungen mit einem Geburtsvorbereitungskurs berichten.  Ich hoffe denjenigen, die so einen Kurs noch vor sich haben, damit einen ersten Eindruck davon zu geben, was sie erwartet. Wenn ihr den Kurs schon hinter euch habt, würde mich aber auch interessieren, was eure Erfahrungen waren.

Mein Bild von Geburtsvorbereitungskursen war bis jetzt von Comedy-Serien und Filmen geprägt. Meine Assoziationen waren Atemübungen, Übungspuppen und andere Peinlichkeiten. Wie ihr euch vorstellen könnt, war ich von der Vorstellung so einen Kurs zu besuchen nicht gerade begeistert. Vor meinem inneren Auge, sah ich mich schon wie Ross aus Friends auf eine der Puppen treten.

Aber auf der anderen Seite: Warum sich eine Gelegenheit entgehen lassen, sich auf Tag 0 vorzubereiten? Schließlich teilt uns das Fernsehen noch öfter mit, was für ein krasses und nervenaufreibendes Erlebnis doch eine Geburt ist.

Ich muss gestehen, dass ich faul war und mich nicht, um das Organisatorische gekümmert habe, sondern meine Freundin dies alles übernommen hat. Offensichtlich gibt es Geburtsvorbereitungskurse von den verschiedensten Veranstaltern: Krankenhäuser, Familienzentren etc. Außerdem gibt es getrennte Versionen für Frauen alleine und Paare. Zum Finanziellen: Frauen bekommen den Kurs von der Krankenkasse bezahlt, ob die Krankenkasse der Männer ihre Teilnahme übernimmt ist sehr unterschiedlich. Die Kosten halten sich aber noch in Grenzen, es geht so um ca. 80 €.

Wir sind in dem Paarkurs eines Krankenhauses gelandet. Allerdings nicht ohne einiges organisatorisches hin und her. Meine Freundin hatte uns unter Angabe des errechneten Geburtstermins angemeldet, aber irgendein Genie hat es geschafft uns einem Geburtsvorbereitungskurs zuzuteilen, der so spät angefangen hätte, dass die letzten beiden Termine nach dem wahrscheinlichen Geburtstermin lagen. Da ein Kind nun auch mal ein oder zwei Wochen vor diesem Termin kommen kann und die Geburt dann nach der Hälfte des Kurses gewesen wäre, hätten wir es uns so auch schenken können.

Also nochmal angerufen, auf diesen Unsinn hingewiesen und siehe da: Es war problemlos noch ein Termin in einem früheren Kurs frei.

Kommen wir zu dem eigentlich Geburtsvorbereitungskurs:

Der Veranstalltungsort ist eine Art kleine Turnhalle in einem Nebengebäude des Krankenhauses. Dagegen ist definitiv nichts einzuwenden. Geleitet wird der Kurs von einer Hebamme. Neben uns waren acht weitere Paare anwesend. Das Alter lag zwischen Mitte 20 und Ende 30 bei den Frauen und bei den Männern ging es hoch bis Mitte 40. Wir waren nicht die jüngsten, gehörten aber definitiv zu den jüngeren.

Wie immer bei solchen Sachen, fing die erste Sitzung mit einer Vorstellungsrunde an. Die Leiterin wollte von den Frauen wissen, wie sie sich bis jetzt so fühlen, ob sie schon Beschwerden haben und was sie sich von dem Kurs erwarten und von den Männern, ob sie bei der Geburt dabei sein möchten. Die Antwort auf die Erwartungen an den Kurs war einhellig, alle wollten praktische Tipps für die Geburt – was auch sonst?

Dann fing es aber an, die Frauen erzählten davon, was sie alles nicht mehr können, von ihren Rückenschmerzen etc. Meine Partnerin war zwei Tage vorher noch mit mir eine Stunde joggen und auch dementsprechend entsetzt über die anderen Frauen. Ja, vermutlich ist dies auch zu einem guten Teil Glück. Aber es liegt mit Sicherheit auch daran, dass meine Freundin vor und während der Schwangerschaft regelmäßig Sport gemacht hat und mit einer positiven Einstellung an die Sachen rangeht. Wer von Anfang an fest davon ausgeht Beschwerden zu haben (Hallo, Film und Fernsehen!) und schon vor der Schwangerschaft nicht fit war, wird sicherlich Probleme bekommen.

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