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Duden – Das große Vornamenlexikon Rezension

Eine Rezension zu „Duden – Das große Vornamenlexikon: Herkunft und Bedeutung von über 8 000 Vornamen“ (Duden Verlag, 2014). Das Duden Vornamenlexikon soll werdenden Eltern dabei helfen, den richtigen Vornamen für ihr Kind zu finden. Aber lohnt sich die Anschaffung solch eines Buches in Zeiten von unzähligen, kostenlosen Internetseiten zu dem Thema überhaupt noch?

Von dieser Rezension gibt es auch eine Videoversion bei Youtube.

Tipps zur Auswahl des Names habe ich schon vor einigen Tagen in einem eigenen Artikel gegeben.

Duden - Das große Vornamenlexikon
Duden – Das große Vornamenlexikon

Das Vornamenlexikon des Dudenverlags lässt sich grob in fünf Bereiche einteilen. Das Buch beginnt mit einem kurzen einleitenden Teil zur Namenwahl und Namensmoden. Es folgt ein Teil zur Namenherkunft und der Geschichte der Vornamengebung. Der dritte Teil des Vornamenlexikon behandelt die rechtlichen Bestimmungen zur Namensgebung und zur Rechtschreibung der Namen.
Der Hauptteil des Vornamenlexikon besteht selbstverständlich in der alphabetischen Auflistung der Namen. Wie der Untertitel des Buches schon sagt, werden mehr als 8000 Namen angeführt. Am Ende des Buchs folgen noch einige Listen, in denen die Namen nach bestimmten Kriterien sortiert sind, z. B. danach, ob sie männlich oder weiblich sind, oder eine bestimmte Herkunft haben. Das Vornamenlexikon gibt zu jedem Namen an, ob er typischerweise männlich oder weiblich ist, und aus welchem Land bzw. Kulturkreis er stammt. Des Weiteren gibt es einen mal mehr, mal weniger umfangreichen Text zu Herkunft und Bedeutung der Namen. In der Regel wird auch die Lautschrift zur Aussprache des Namens (bei mehreren Varianten auch für die unterschiedlichen Versionen) angegeben. Merkwürdig ist jedoch, dass diese bei einigen Namen fehlt.

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Der Vorname – eine Entscheidung fürs Leben

Unser Vorname begleitet uns ein Leben lang. Die Wahl des Vornamens ist daher eine der folgenschwersten Entscheidungen, die Eltern treffen müssen. Es ist daher kein Wunder, dass viele Eltern sich Sorgen machen, sich für den falschen Vornamen zu entscheiden. Aber kann es überhaupt gute oder schlechte Vornamen geben?

Zumindest existieren einige Punkte, welche bei der Wahl des Vornamens beachtet werden sollten. Welche von diesen Punkten als wichtig empfunden werden und welche als nebensächlich ist aber sicherlich eine Frage des persönlichen Empfindens.

6 Tipps zu Wahl des Vornamen

1.    Die Häufigkeit eines Vornamens: Ich selbst habe einen extrem häufigen Vornamen und weiß daher aus eigener Erfahrung, dass es unheimlich nervig sein kann, wenn mehrere Personen im Raum den gleichen Vornamen haben. Es ist daher durchaus sinnvoll keinen extremen Modenamen zu wählen. Das ist schließlich auch etwas unkreativ, oder? Selbstverständlich solltet ihr aber nicht von eurem absoluten Traumnamen ablassen, nur weil er gerade en vouge ist. Eine Liste mit den häufigsten Vornamen der letzten Jahre gibt es hier.

2.    Die Bedeutung eines Vornamens: Manche halten dies für völlig egal, für Andere ist es das wichtigste Kriterium. Ich muss gestehen, ich persönlich gehöre eher zu Letzteren. Im Alltag spielt die Bedeutung eines Vornamens praktisch keine Rolle, aber ist es nicht schöner seinem Kind erzählen zu können, dass sein Vorname „Mut“, „Schönheit“, „Stärke“ etc. bedeutet, als wenn die Bedeutung „hässlich“ oder „Feigling“ ist? Zudem haben viele Vornamen eine religiöse Herkunft, über diese sollten sich werdende Eltern zumindest bewusst sein.

3.    Wie wirkt eine Name auf andere Kinder: Wir bilden uns gerne ein, dass Kinder unschuldig und immer nett zueinander sind. Leider ist dies nicht der Fall. Es besteht also das Risiko, dass ein allzu merkwürdiger Vorname dazu führt, von anderen Kindern wegen des Vornamens gehänselt zu werden.

4.    Langer Nachname, kurzer Vorname und umgekehrt: Viele Menschen empfinden es als schöner wenn ein kurzer Nachname mit einem langen Vornamen kombiniert wird und umgekehrt. Zu kurze oder zu lange Namen wirken einfach nicht so nett.

5.    Alliterationen: Hier scheiden sich wohl die Geister. Die einen finden es unglaublich schön und wohlklingend, wenn Vorname und Nachname mit dem gleichen Buchstaben beginnen, andere halten es für puren Kitsch.

6.    Der kulturelle Hintergrund eines Vornamens: Dies sollte eigentlich keine Rolle spielen, leider ist es aber anders. Für ein Kind im Grundschulalter ist es meistens wohl eher merkwürdig, ständig folgendes Gespräch zu führen. „Kommt dein Vater oder deine Mutter aus Land XY?“ – „Sie kommen beide aus Deutschland.“ – „Ach so, dann kommen deine Großeltern aus Land XY!“ – „Nein.“ – „Aber ihr habt Religion Z.“ – „Nein, haben wir nicht.“

Dies sechs Punkte haben im wesentlich unsere Entscheidung zum Vornamen unseres Kindes bestimmt. Trotz dieser Kriterien ist es uns nicht gerade leicht gefallen. Uns haben die ganze Zeit Fragen beschäftigt wie: Ist der Vorname auf Dauer vielleicht doch blöd? Gibt es vielleicht einen cooleren, schöneren oder kreativeren Namen?

Wie ist eure Suche nach dem Vornamen verlaufen? Welche Punkte waren für eure Entscheidung wichtig? Ist es euch eher leicht oder schwer gefallen?